Über uns!
Wir Robaweiber sind eine freie Narrengruppe aus Reutlingen und haben uns im April 2017 gegründet.
Aktuell zählen wir 28 Mitglieder, davon 16 Erwachsene und 12 Kinder/Jugendliche.
Unsere Gruppe besteht aus 1 Treiber, unseren Geistern und natürlich den „Robaweibern“ in groß und klein.

Unser Häs:
Die Maske und Häs des Treibers gibt es nur 1x und ist bereits vergeben. Die Maske ist handgeschnitzt mit schwarzem Kopftuch versehen. Das Häs besteht aus schwarzem Ledermantel, schwarzer Lederhose, weißer Bluse und schwarzen Handschuhen.
Die Maske der Robaweiber ist handgeschnitzt, obere Hälfte „Rabe“ und untere Hälfte „Weib“, und besteht aus einem grauen Kopftuch inkl. Laufnummer und langem schwarzem Roßhaar. Das Häs des Robaweibs trägt eine schwarze Vliesjacke mit schwarzen Federn auf den Schultern und Wappen am Ärmel. Außer dem eine graue „Flügelschürze“, schwarzer Rock, graue Spitzenunterhose, schwarzen Handschuhen sowie schwarze Stulpen. Selbstverständlich müssen dazu schwarze Schuhe getragen werden.

Unser Narrenruf:
„Wo hockt dr Rob? – Uf am Weib!“
„Wo hockt dr Rob? – Uf am Weib!“
„Wo hockt dr Rob? – Uf am Weib!“

Geschichte der Robaweiber!
Es war vor mehr als tausend Jahren. In der Zeit als das Christentum noch jung und die Menschen noch zerrissen zwischen dem alten und neuen Glauben waren. Es gab eine Gruppe von Frauen, die nicht bereit waren, sich dem neuen Glauben zu unterwerfen. So trafen sie sich heimlich an den alten Kultstätten, um ihre Götter weiterhin zu huldigen. So verehrten sie auch die Krähen und Raben, die als Boten und Begleiter der Götter galten. Es war aber auch nicht verwunderlich, dass diese Vögel von den Frauen immer gern gesehen und auch freundlich empfangen wurden.
In dieser Zeit war es Gang und Gäbe, andere zu denunzieren, die verdächtig waren, noch die alten Götter zu verehren. So wurden diese Frauen streng beobachtet und es kam, was kommen musste.
Die Menschen ihrer Nachbarschaft schlichen ihnen nach, als sie sich wieder zu den alten Kultstätten begaben, um ihren Göttern Opfer darzubringen. So wurden sie von der aufgebrachten Meute gefangen genommen und als Ketzerinnen und Hexen vor ihren Fürsten und Bischof geführt. Diese machten ihnen den Prozess. Sie wurden verhört und gefoltert. Doch keine gestand oder widerrief ihre angeblich ketzerischen Taten. Sie lachten nur und meinten, die Götter würden ihnen beistehen. So wurden die Frauen zum Tode durch den Scheiterhaufen verurteilt, um als Hexen und Ketzerinnen zur Hölle zu fahren.
Als die Frauen auf die Scheiterhaufen geführt wurden, verzweifelte Keine. Sie standen stolz und erhobenen Hauptes da und erwarteten die Flammen.
Als die Scheiterhaufen entzündet wurden, begannen sie, ein Loblied auf ihre Götter zu singen bis der Gesang in Schreie der Schmerzen verwandelte. Als die letzten von ihnen ihr Leben aushauchte, begann heftiger Sturm aufzuziehen und der Himmel wurde schwarz durch einen riesigen Rabenschwarm, dessen Krächzen das Heulen des Windes übertönte. Und so kam es, dass jeder heidnische Opferplatz von einem Schwarm von Raben besucht werden.
Bis heute erzählt man sich die Legende, dass die Seelen der verbrannten Frauen nicht zur Hölle fuhren, sondern in den Raben weiterlebten und einmal im Jahr als menschliche Gestalt wiederkehren.
Man spricht daher von den „Robaweibern“!


